Renaissancechor "venestra musica" Nordwalde

BACH 1720: "Actus tragicus"

actus.jpgAm 12. November 2017 um 16.00 Uhr war venestra musica an dem Konzert "Actus tragicus", wieder aus der Reihe BACH 1720, beteiligt. Auf dem Programm standen Werke von Johann Sebastian Bach und französischen Komponisten, die von Bachs Kompositionen beeinflusst wurden.

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750): Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit  (actus tragicus) BWV 106                                  
  • J.S. Bach/Charles Gounod (1818-1893): Méditation sur le 1er prélude de Bach für Harfe und Violine
  • Gabriel Fauré (1845-1924): Requiem op. 48                                                                                                   

Es musizierten: 

  • Katharina Brodesser, Sopran  
  • Judit Westhues, Alt
  • Andreas Scholz, Tenor
  • Arndt Winkelmann, Bass
  • Projektchor P 16 (Fauré)
  • venestra musica (Bach)
  • Projektorchester
  • Thorsten Schlepphorst, Leitung

Der Actus tragicus zählt zu den bekanntesten und am meisten geschätzten Werken Bachs, mit bis heute ungebrochener Resonanz – ein Geniewerk, wie es auch großen Meistern nur selten gelingt. Mit dieser  Kantate hinterließ Bach eine krönende Vollendung der alten Kantatenform, die die Stilmittel der bunten Zusammenstellung kontemplativer Texte mit ihrer eng an den Text angelehnten Musik genial in eine zwingende musikalische Form gießt.

Die Méditation über ein Praeludium von Bach komponierte Charles Gounod 1852. Er nimmt dazu Bachs 1. Praeludium aus dem wohlthemperierten Klavier und macht daraus die Begleitung zu einer neuen Melodie. Später unterlegte Gounod dieser Violinmelodie den Text des Ave Maria. In dieser Form wurde es zu einem der bekanntesten Stücke der klassischen Musik. Entstanden ist es aus einer Improvisationsübung während seines Studiums. Wenn jemand sagt, er möchte das Ave Maria hören, ist fast immer dieses Stück gemeint.

Faurés Requiem ist anders als die vielen Requienvertonungen seiner Zeitgenossen. Es  wurde geschrieben für einen kleinen Chor und Orgel. Nur tiefe Streicher (es spielen keine Violinen mit, nur die tieferen sonoren Bratschen) geben weitere Klangfarben. Dazu kommt noch die Harfe, die in keinem französch romatischen Orchester fehlen darf. Faurés Bild vom Jenseits ist eine friedvolle und angenehme Vision, ein wenig französisch parfümierter Himmel, aber ein Himmel, der allen Fegefeuerschrecken verloren hat.

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